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Glockenkonzert am 1. und 2. September 2006

Was ist Glockenbeiern?

Programm des Glockenkonzertes der Basilika

Daten zu den Glocken der Basilika

Glockenkonzert am 1. und 2. September 2006

Am SeligenstĂ€dter Kirchweihfest, am Sonntag den 27. August, fand die Generalprobe fĂŒr das SeligenstĂ€dter Glockenkonzert statt.

Der GlockensachverstĂ€ndige des Bistums Mainz, GĂŒnter Schneider, leitete die Probe, an der sich sechs Musiker beteiligten. Von 20 Uhr bis 22 Uhr konnte man Melodien von fĂŒnf Glocken der Basilika hören.
Bei diesem Verfahren, das auch als Glockenbeiern bezeichnet wird, werden die Glocken nicht bewegt, sondern in unterschiedlichen Rhythmen mit dem Klöppel angeschlagen.
Es wurden unter anderem die Melodien gespielt: “Nun jauchzt dem Herren alle Welt“, “Freu’ dich du Himmelskönigin“ und “Zu dir o Gott erheben wir“.

Das Glockenkonzert wurde aufgefĂŒhrt am Freitag, den 1. September, um 21.15 Uhr und am Samstag, den 2. September, um 17 Uhr. Die Zuhörer versammelten sich vor dem Haupteingang der Basilika, da hier die Akustik am Besten ist.

Glockenbeiern_1c

Florian Lutz und Axel Korb ziehen an den Seilen, mit denen die Klöppel bewegt werden.

Glockenbeiern_3c

Thomas Knapp zieht das Seil, das er zuvor am Klöppel befestigt hat.

Glockenbeiern_2c

Florian Lutz schlĂ€gt die Glocke “St. Marcellinus und Petrus“ mit dem Klöppel an.

Was ist Glockenbeiern?

Glocken werden heute in der Regel von einem Motor angetrieben und schwingend in einem festen Rhytmus gelĂ€utet. In frĂŒheren Zeiten gab es dagegen eine Vielzahl von anderen LĂ€utesitten, von denen beim Glockenkonzert einige vorgestellt werden sollen.
Beiern nennt man das rhythmische Anschlagen der ruhenden Glocke. Der Klöppel wird bis kurz vor den Glockenrand gezogen und mit Seilen arretiert. Dann braucht der Glöckner nur noch fest am Seil zu ziehen und kann die Abfolge und die AnschlagstÀrke des Tones beeinflussen. Diese LÀutesitte gibt es bis heute am Niederrhein, aber auch in DÀnemark, Russland, Slowenien und Spanien, sowie in Jerusalem und Bethlehem.

Programm des Glockenkonzertes der Basilika:

Melodie-Beiern mit 4 Glocken (des’ - es’ - f ’ - as’)
Die Glocken werden durch Seile nach Art eines Glockenspieles angeschlagen.
Motive: “Nun jauchzt dem Herren alle Welt”, “Freu’ dich du Himmelskönigin”, “Zu dir o Gott erheben wir”

Rheinisches Kirmesbeiern mit 3 Glocken (es’ - f ’ - as’)
Glocken-Schlagen zu Hochfesten und Feiertagen in rhythmischer Abfolge. Ein freier Refrain wird durch kleine musikalische Einheiten variiert.

WestfĂ€lisches NachtsanglĂ€uten (des’ - es’ - f ‘)
Eine Glocke (es’) wird schwingend gelĂ€utet, sie gibt den Rhythmus vor; zwei andere Glocken werden dazu im Gegentakt angeschlagen.

Russisches TaktlĂ€uten (Swon) mit 5 Glocken (b° - des’ - es’ - f ‘ - as’)
Glocken in Russland sind starr aufgehĂ€ngt und werden in unterschiedlichen Rhythmen angeschlagen. Die großen Glocken geben den Takt vor.

KluniazenserlÀuten (mit allen 6 Glocken der Basilika)
Diese Art des schwingenden LĂ€utens, bei der die Glocken nacheinander ertönen, trĂ€gt den Namen KLUNY, dem grĂ¶ĂŸten Benediktiner-Kloster in Burgund. Sie entspringt den LĂ€ute-Ordnungen der großen mittelalterlichen Kirchen und Klöstern. Da es den Glockengießern damals nicht immer gelang, eine vielstimmige Harmonie aus mehreren Glocken zu erreichen, wurden diese nacheinander einzeln gelĂ€utet, um Dissonanzen zu vermeiden. NatĂŒrlich sind heute Glocken sauber aufeinander abgestimmt, doch die alte LĂ€utesitte hat dennoch ihren Reiz und wird an hohen Festtagen noch in mehreren Benediktiner-Abteien Deutschlands gepflegt.

Daten zu den Glocken der Basilika

Name

Ton

Gewicht

Durchmesser

Giesser

Gussjahr

St. Marcellinus & Petrus

b°

3300 kg

174 cm

Otto

1925

St. Maria

desÂŽ

2100 kg

144 cm

Otto

1925

St. Johannes

esÂŽ

1600 kg

127 cm

Otto

1925

St. BartholomÀus

f ÂŽ

1300 kg

110 cm

Otto

1925

St. Laurentius

asÂŽ

650 kg

98 cm

Otto

1950

St. Benedikt

bÂŽ 

410 kg

86 cm

Rincker

1999